Der Begriff Agoraphobie leitet sich vom griecheschen "agora" = Marktplatz ab.
Sie wird auch als Platzangst bezeichnet, weil sie unter anderem die Angst vor großen Plätzen beinhaltet. In diesem Rahmen wird sie oft mit der Klaustrophobie - der Angst vor Enge - verwechselt.
Die Agoraphobie ist eine am häufigsten bei Frauen, aber vermehrt auch bei Männern verbreitete Phobie, die oft durch Stress verstärt wird.
Diagnosekriterien
Folgende Kriterien sind ausschlaggebend für die Diagnose einer Agoraphobie:
Angst vor großen Plätzen und Straßen, großen Leeren Räumen und Gebäuden
Furcht vor "schutzlosen" Situation wie dem Verlassen des Hauses ohne Begleitperson, dem Gang zum Supermarkt (Angst davor, dort eine Panikattacke zu bekommen oder ohnmächtig zu werden)
Einsatz von Schutzmaßnahmen (Begleitperson, Platz in Türnähe um schneller den Raum verlassen zu können)
Agoraphobie und Panikattacken
Die Agoraphobie kann mit und ohne Panikattacken vorkommen.
Der internationale Diagnosestandard ICD 10 unterscheidet diese beiden Formen in zwei unterschiedliche Diagnoseziffern.
Das Ausbleiben von Panikattacken allein ist also noch kein Ausschlusskriterium für eine Agoraphobie oder ein Grund, diese Störung als minder schwer oder gar nicht behandlungbedürftig einzustufen.
Man sollte bedenken, dass die Panikattacken bei einer unbehandelten Agoraphobie mit der Zeit zusätzlich auftreten könnten.